localboot
openthinclient 2022.1 : localboot
Funktionsweise
Mit der Anwendung localboot erfolgt der Ladevorgang des openthinclient-OS und der Anwendungen von einem lokalen Speichermedium (z.B. Flash-Karte, HDD oder USB-Stick).
Die Konfigurationsdaten (z.B. Bildschirmauflösung oder RDP-Verbindungseinstellungen) werden nach wie vor über das Netz vom zentralen openthinclient-Server geladen. Daher muß dauerhaft eine Verbindung zum openthinclient-Server gewährleistet sein.
Dies ermöglicht in Außenstellen mit geringer Bandbreite ThinClients zu betreiben, ohne auf die zentrale Administration über den openthinclient-Manager verzichten zu müssen.


Installation
Sollte localboot nicht als Anwendungstyp vorhanden sein, müsste das entsprechende Paket installiert werden (siehe Paketverwaltung).
Voraussetzungen
Einrichtung von localboot
1. Gerätename des lokalen Speichermediums ermitteln
Booten Sie den ThinClient und öffnen Sie ein Terminal (Strg+Alt+X). Geben Sie folgenden Befehl ein:
lsblk -apde7
(Dies ist Kurzform von: lsblk --all --paths --nodeps --exclude 7 – Auflistung aller BlockDevices mit vollem Pfad, ohne abhängige, untergeordnete Geräte und ohne Loop-Devices.)
Suchen Sie in der Ausgabe das gewünschte Gerät:
NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINT /dev/sda 8:0 0 10G 0 disk /dev/sr0 11:0 1 1024M 0 rom
2. Anwendung localboot konfigurieren
3. localboot ausführen / einrichten
4. Boot-Einstellungen des ThinClients ändern
Starten Sie den ThinClient neu und öffnen Sie das BIOS/UEFI. Ändern Sie die Boot-Einstellungen, so dass der ThinClient vom lokalen Speichermedium bootet.
Da der Desktop / Anwendungen / Icons ähnlich aussehen, kann es sein, dass Sie im Firmen-LAN nicht sofort erkennen, ob der Client per PXE oder lokal gebootet hat.
Um zu überprüfen, welche Boot-Variante verwendet wurde, öffnen Sie ein Terminal Fenster (Strg+Alt+x) und geben den Befehl
mount | grep tcos/link
ein. Dies Ausgabe für lokales Booten lautet dann in etwa so:
/dev/mmcblk0p2 on /tcos/link type ext4
oder
/dev/sda1 on /tcos/link type ext4
Konfiguration der Anwendung
Im folgenden finden Sie eine Übersicht der Konfigurations- und Einstellmöglichkeiten der Anwendung.
Generelle Einstellungen
Autostart Ja / Nein Ob die Einrichtung von localboot bei Start des ThinClients automatisch gestartet werden soll. Benutzerdefiniertes Symbol Dateiname Dateiname des Icons in<Manager-Home>/nfs/root/custom/icons
Nach Beenden der Anwendung
Allgemeine Einstellungen
Unbeaufsichtigter Modus Ja / Nein Stellt keine Nachfrage vor dem Formatieren und Beschreiben des gewählten Datenträgers. Zu benutzende Festplatte(seit 2022.1.4~beta3) sda mmcblk0 mmcblk1 manuelle Eingabe
Gerätename der Festplatte oder Flash-Karte.
Manueller Devicename /dev/sdbGerätename - falls im vorherigen Feld "manuelle Eingabe" ausgewählt wurde.
Nutze Hybrid MBR Ja / Neinlocalboot erstellt eine GUID Partitionstabelle (GPT). Einige ThinClients mit einem alten BIOS können nicht davon booten. Um dieses Problem zu umgehen kann ein Hybrid-MBR erstellt werden.
Lassen Sie diese Einstellung möglichst unverändert und wählen Sie Hybrid-MBR nur, nachdem Sie auf das oben beschrieben Problem gestoßen sind.
(seit 2022.1.4~beta3)
Ja / Nein
Einen Datenträger erstellen, von dem eine localboot-Instanz installiert werden kann. Siehe Kapitel Installationsstick unten.
Einstellungen für Aktualisierung
Aktiviere Aktualisierung des ClientsOb der localbootende ThinClient seine Betriebssystem und Programmdateien automatisch aktualisieren soll.
Bei aktiviertem Update prüft der Client aller 10 Minuten, ob auf dem Server Updates von Client Pakete verfügbar sind und installiert diese.
Bandbreitenlimit pro Sekunde Numerischer Wert in Kilobyte pro SekundeGeben Sie hier an, wie groß die Bandbreite für Aktualisierungen maximal sein darf.
Bei Angabe des Wertes 0 wird die maximal zur Verfügung stehende Bandbreite genutzt.
IP-Einstellungen (Kabel-Verbindung)
Nutze DHCP Ja / NeinFeste IP
Netzwerkeinstellungen, wenn im vorherigen Feld "Nein" gewählt wurde.
Mit diesen Einstellungen kann ein einzelner ThinClient mit fester IP betrieben werden. Dazu müssen alle Felder ausgefüllt werden. Die Anwendung sollte dem ThinClient direkt hinzugefügt werden (und nicht dem Hardwaretyp).
Wenn keine oder nicht alle Felder angegeben wurden, bootet der Client ohne Netzwerk. Dies ist sinnvoll in Verbindung mit WLAN Einstellungen unten.
IP und Netzmaske
StandardgatewayIP des Gateways
NameserverIP des lokalen DNS-Servers
HostnameHostname des ThinClient
Domain Domain des ThinClientWLAN Einstellungen
Einstellungen für PSK- oder offene WLAN-Verbindungen.
Das System probiert nach dem Boot alle angegebenen WLANs bis eine Verbindung hergestellt wird.
WLAN kann zusammen mit DHCP oder fester IP verwendet werden. Alternativ können ThinClients auch ohne (Kabel-)Netzwerk booten – dafür sollte DHCP deaktiviert und keine feste IP angeben werden.
Beachten Sie, dass bei nicht-vorhandener Kabel-Verbindung sämtliche Kommunikation mit dem openthinclient-Server über WLAN erfolgt. Das Deaktivieren der Aktualisierung (siehe oben) kann eventuell notwendig sein.
WLAN Verbindung 1 … 3
SSID Name des WLAN-Netzwerks
Kennwort Kennwort des WLAN-Netzwerk Wenn ein Kennwort angegeben wurde, wird eine WPA (PSK) Verbindung probiert.
Wenn kein Kennwort angegeben wurde, wird versucht eine Verbindung zu einem offenen WLAN herzustellen. Band
(seit 2022.1.3)
Client-seitige Einschränkung auf ein bestimmtes Frequenzband, auch wenn der Access Point mehrere Bänder anbietet.
Versteckte SSID(seit 2022.1.2) Ja / Nein Ermöglicht Verbindung mit einer nicht sichtbaren SSID. Dafür wird ein direkter Scan, anstatt des normalen Broadcast verwendet.
Benutzen Sie diese Option nur, wenn notwendig, da dadurch der Scan- und folgliche der Verbindungsvorgang verlangsamt wird. Zusätzliche Optionen
(seit 2022.1.3)
Experteneinstellungen: Möglichkeit beliebige Optionen am Ende des
network Block hinzuzufügen.
Roaming(seit 2022.1.2)
Ermöglicht den transparenten Wechsel zu einem anderen Access Point mit der selben SSID, wenn dieser eine bessere Verbindung ermöglicht. Schwellwert Signalstärke (dBm)
Schwellwert, ab dem ein Wechsel des Access Points versucht wird.
Als Faustregel gilt -70 dBm oder mehr als gut, während eine Signalstärke unter -80 dBm zu einer stark verminderten Leistung führen kann.
Kurzes Intervall (Sekunden)
30 Wie oft nach besseren Access Points gesucht werden soll, wenn das Signal schwächer als der Schwellenwert ist.Langes Intervall (Sekunden)
3600Wie oft nach alternativen Access Points gesucht werden soll, wenn das Signal besser als der Schwellenwert ist.
Installationsstick
Diese Feature ist ein Notbehelf für Geräte die nicht per PXE booten können oder eine sehr schlechte Netzwerkverbindung zum Server haben. In allen anderen Fällen ist eine Installation von localboot über PXE einfacher und weniger fehleranfällig.
Voraussetzungen:
Prinzip
Mit "installationsstick erstellen" wird quasi eine Kopie des ThinClients auf den Datenträger geschrieben. Wenn auf einem anderen ThinClient vom Installationsstick gebootet wird, verhält sich das OS so, als ob es auf dem Gerät laufen würde, auf dem der Installationsstick erstellt wurde. Erst beim Installieren werden die für das Zielgerät relevanten Einstellungen vom openthinclient-Management Server gelesen.
Beispielhaftes Vorgehen
(Sinvollerweise sollte unter "Zu benutzende Festplatte" bzw. bei Erstellen des Sticks ein externer Datenträger gewählt werden.) Auf dem Zielgerät vom Installationsstick booten. Ein Terminal öffnen (Strg+Alt+X bzw. Alt+F2 "mate-terminal") und mit dem Befehl
ip addr die MAC-Adresse auslesen.
Bowser öffnen (entweder per konfigurierter App oder mit Alt+F2 "chromium"), das openthinclient-Management öffnen, den ThinClient anlegen und eine passende localboot-Anwendung zuordnen.
Den localboot-Installer starten.
Nach Ende der Installation den ThinClient neu starten und den Installationsstick entfernen.
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